Kommunikations-Modelle

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Kommunikations-Modelle – theoretisch aber praktisch

Es gibt unterschiedlichste Kommunikations-Modelle, es sind Beispiele, sie erheben keinen Anspruch auf ‚ich bin das einzig Wahre‘. Es sind Werkzeuge zum Verständnis wie Kommunikation funktioniert. Sie sind so unterschiedlich wie die Menschen selbst, jeder sollte  das herausfiltern, was ihn weiterbringt. Das Wichtigste dabei, sei authentisch! Wenn ich etwas mache, weil es irgendwo geschrieben steht, es aber gar nicht zu mir passt, ist das kontraproduktiv! Kommunikation ist situativ, emotional, abhängig von der Tagesform (wie geht es mir heute?) Wir kommunizieren immer, ob mit oder ohne Worte. Gestik, Mimik und Körperhaltung gehören ebenso dazu.

Wir können nicht nicht kommunizieren! (Paul Watzlawik)

Dieser Satz kann nicht oft genug erwähnt werden und zeigt auf, wie wichtig das Thema ist.

Ich werde nach und nach mehrere dieser Kommunikationsmodelle beschreiben, erläutern, Beispiele geben, so gut und einfach (verständlich) wie es geht. Alle diese Modelle wurden schon zig Mal publiziert, in jeder erdenklichen Form, also nichts Neues, das zu leben ist eine andere Baustelle.

Um ‚altes‘ Verhalten zu verändern, muss ich mir dessen erst einmal bewusst werden. Dann treffe ich eine Entscheidung, will ich oder will ich nichts ändern. Wenn ja, kommt der ‚langwierige‘ Teil, üben … üben … üben!

Es geht bei all dem nicht darum zu einem ‚perfekten‘ Menschen zu werden, wir sind fehlbar und das ist gut so, genau das macht uns aus. Die Frage ist eher, wie gehen wir damit um und was machen wir daraus.

Das wirklich Interessante ist, nach langer Beschäftigung mit dem Thema Kommunikation merken wir, wie sehr alle die bekannten Modelle zusammenhängen und somit ein Gesamtbild ergeben.

Abschließend ein Hinweis zu einer ‚Gebrauchsinformation‚ von Werner Stangl, die wie ich finde, gute Informationen bietet, wie heutzutage, in denen viele Menschen auf der Suche nach Orientierung und Hilfsangeboten sind, ausgenutzt, wenn nicht sogar betrogen wird. So genannte psychotechnische Schulen werben mit nicht geprüften, unseriösen Verfahren. Vorsicht ist geboten.

Stichwortverzeichnis der Kommunikations-Modelle:

Sender-Empfänger-Modell, Eisberg-Modell, Vier Seiten einer Nachricht, Transaktions-Analyse, Themenzentrierte Interaktion, Biostruktur-Analyse, VAKOG, Das innere Team, Das Johari-Fenster

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Bewusste Kommunikation, warum?

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Allgemeines zur bewussten Kommunikation

Alles dreht sich um Ich, Du und Wir

Angeregt durch eine Kampagne bei Greenaction kam ich auf die Idee, mal grundsätzlich auf die zwischenmenschliche Kommunikation einzugehen. Wie kann ich Menschen in meinem Umfeld positiv auf wichtige Themen wie Umwelt, Ressourcenverschwendung, Tierschutz etc. aufmerksam machen, oder allgemein für eine bessere Kommunikation, für ein besseres Miteinander sorgen?

1. Ich fange bei mir selber an!

Wenn ich möchte, dass andere etwas verändern, sollte ich das vorleben, selbst davon überzeugt sein und so handeln. Sei authentisch, dann klappt es auch mit dem ‚Verkaufen‘ von Inhalten, die mir wichtig sind.

Damit beginnt unsere Reise. Kommen wir zu einem weiteren und wichtigen Punkt, um den es hier hauptsächlich gehen soll.

2. Die Kommunikation

Dazu ist es gut zu wissen, was Kommunikation ist. Klar wird jeder sagen, weiß ich doch, ich rede, also kommuniziere ich. Soweit richtig, aber es gehört sehr viel mehr dazu. Im Besonderen dann, wenn ich z. B. umweltpolitische Themen vermitteln möchte, ohne den berühmten Zeigefinger zu heben und am Ende als Besserwisser zu gelten.

Aus dem Grund ist die Bedeutung der ‚bewussten‚ Kommunikation (meine ich was ich sage und kommt das auch so an?) sehr wichtig.

Kommunikation ist nicht Absicht, sondern Wirkung!

Die zwischenmenschliche Kommunikation gliedert sich in zwei Bereiche, die verbale und die nonverbale. Die Verbale nimmt nur ca. 20% ein, die nonverbale ca. 80% (Eisberg-Modell). Gesagt wird auch, die verbale Ebene, ist die Sachebene (Information, Fakten, etc.), die nonverbale ist die Beziehungsebene (Emotionen, Gestik, Mimik etc.).

„Wir können nicht nicht kommunizieren!“(Paul Watzlawik)

Auch wenn wir nicht reden, kommunizieren wir, immer und überall.

Das Thema Kommunikation ist sehr komplex, nicht umsonst gibt es sehr viele Bücher zu dieser Thematik und es ist nahezu unmöglich hier alles auszubreiten, daher versuche ich es so weit wie möglich ‚runter zu brechen‘.

Kommunikation hat drei Ziele:

Ich möchte Informationen weitergeben. Ich möchte, dass etwas passiert. Ich möchte, dass etwas NICHT passiert.

Abgesehen von der Informationsweitergabe, möchte ich also, dass etwas passiert, oder eben nicht. Ich manipuliere im positiven Sinn. Ein Beispiel: Ich möchte, dass mein Freundeskreis das Verhalten verändert, sei es das Verwenden einer ‚Öko-Suchmaschine‘, bewusster mit Wasser, auch dem ‚virtuellen Wasserverbrauch‘ umzugehen.

Umgangssprachlich ist der Begriff Manipulation meist negativ behaftet, hierzu ein schöner Spruch:

„Nicht die Natur des Hammers entscheidet darüber, ob damit Nägel oder Schädel eingeschlagen werden, sondern die Absicht des Verwenders.“

Wieder zurück zum Anfang: je besser und positiver wir unser Anliegen ‚verkaufen‘, umso eher auch die Wahrscheinlichkeit, dass wir etwas erreichen.

Zusammenfassend: Eine klare Sprache, positive Aspekte in den Vordergrund stellen (was hat mein Gegenüber davon, wenn er sein Verhalten verändert). Worte wie ’nicht‘, ‚Problem‘ oder ‚zerstören‘ hören wir nicht gerne, sie lösen negative Assoziationen aus – Bilder im Kopf. Besser wir finden Synonyme, die das Gleiche sagen aber besser klingen.

Mir persönlich hilft das ungemein, nicht nur im Bezug auf bestimmte Themenfelder, sondern für mein tägliches Leben im Allgemeinen.

Bild von Gerd Altmann / PIXELIO

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